Bukarester Tango


Datum: 2007-08-10

“Bukarester Tango”

Bühne & Regie: Ulrike Ottinger
Rumänische Musiker aus Bukarest:
Oana Chitu – Gesang
Valeriu Cascaval – Cymbal
Anton Slavici – Geige
Sergiu Balutel – Klarinette
Internationale Musiker aus Berlin:
Dejan Jovanovic – Akkordeon
Alexey Wagner – Gitarre
Alexander Franz – Kontrabass
Dimitris Christides – Schlagzeug

AUFFÜHRUNGEN:
Mi, 17.10.2007, 20 Uhr
Fr, 19.10.2007, 21 Uhr
Sa, 20.10.2007, 20 Uhr

Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 31-42
Tel: 030 6097700
Eintritt frei

Nachdem der Tango hier in Berlin über Jahre eine große Fangemeinde gefunden hat, wird sich nun mit dem Projekt „Bukarester Tango“ die Wahrnehmung weiter nach Osten verschieben, genauer: nach Rumänien, das unbekannte Land im Osten, das in den 30er Jahren auch vom weltweiten Tango-Boom ergriffen wurde. Jetzt wird hier in Berlin der rumänische Tango wieder zu neuem Leben erweckt!

In den 30er Jahren, als Bukarest wegen seiner kulturellen Vielfalt und Lebendigkeit liebevoll „das kleine Paris“ genannt wurde, überboten sich bald Cafés und Bars gegenseitig mit musikalischen Angeboten – Tango wurde gesungen und gelebt. Und es gab legendäre Sängerinnen und Sänger im Rumänien dieser Jahre. Namen wie Maria Tanase, Titi Botez oder Jean Moscopol haben über die Jahre nichts von ihrem Glanz verloren.

Die Diktatur bereitete dieser kulturellen Blüte ein rigoroses Ende, aber die Erinnerungen an diese Zeit des Tangos leben fort und sind heute die Basis jener kulturellen Identität, auf die sich neue Künstlerinnen und Künstler beziehen, auch wenn viele Aufnahmen von damals nie archiviert worden sind und bis heute nur auf den original Schellack-Platten existieren. Rumänische und deutsche Musiker werden im Rahmen des Projektes „Bukarester Tango“ gemeinsam musizieren und experimentieren und als Arbeitsergebnis ein innovatives Musiktheater präsentieren als dessen Regisseurin mit Ulrike Ottinger eine der derzeit eigenwilligsten Regisseurinnen gewonnen werden konnte.

So wird von je vier rumänischen aus Bukarest und vier internationalen Musikern aus Berlin ein Repertoire aus den damaligen Highlights der populären Bukarester Tangostücke erarbeitet, zu dem Ulrike Ottinger mit den Mitteln ihrer eigenständigen Bilderwelt in Anklang an die damalige Atmosphäre eine Visualisierung auf der Bühne schaffen wird.

Natürlich erzählen die Lieder von der Liebe, der Lebenslust und von tiefem Schmerz. Mit den neu arrangierten Tangos von damals wird aber darüber hinaus durch die Verschmelzung mit der visuellen Inszenierung Ulrike Ottingers ein ästhetisch-musikalisches Experiment initiiert, welches für alle Tango-Interessierten, aber auch für alle osteuropäische Musikliebhaber, ein außergewöhnliches Gesamtkunstwerk entstehen lässt. Das mondäne Flair der 30er Jahre wird wieder heraufbeschworen und der Tango lässt einen dem Alltag entfliehen – nächtelang.

Das heutige Rumänien öffnet sich nach dem Ende der Diktatur und das Projekt „Bukarester Tango“ wird neben dem visuellen Erlebnis außerdem zur Vernetzung und Zusammenarbeit rumänischer und deutscher Künstler beitragen.

Wir würden uns sehr freuen, Sie zu diesem ungewöhnlichen Musikerlebnis begrüßen zu dürfen!

Herzlichst
Asja Braune
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Dr. Asja Braune
Pressearbeit
Bergstr. 28
10115 Berlin
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